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Etappenfahrt 2011 von Grünberg bis Wismar

Die spektakuläre Etappenfahrt nach Polen in 2007 ist allen Teilnehmern in guter Erinnerung. Grund genug, sich wieder einmal auf eine Etappenfahrt zu begeben.
Das Ziel war in diesem Jahr die alte Hansestadt Wismar an der Ostsee.
Nach der Verabschiedung durch Bürgermeister Ide starteten am frühen Dienstagmorgen 8 Mitglieder des RSC Grünberg und 4 Gastfahrer (u.a. auch zwei unserer
Radsportfreunde aus Tüngental)  zugleich frohgemut aber auch mit bangen Blicken zum Himmel zur ihrer Etappenfahrt SoliTour 2011.

Die Wetterprognosen deuteten schon an, dass gelegentlich einige „Ganzkörperduschen“ auf den 6 Etappen zu erwarten seien.
Auf der Fahrt nach Wismar sollten alle ostdeutschen Flächenländer durchquert werden.

 

Karte_Solitour

   Ankunft in Wismar


Tag 1 (145 km, 1200 HM): Die Strecke führte von Grünberg über die Höhen des Vogelsbergs nach Lauterbach und Schlitz, südlich an Bad Hersfeld vorbei, durch das Tal der Werra und über die Landesgrenze zu Thüringen bis nach Eisenach. Trotz heftiger Regenschauer unterwegs versöhnte die Sonne die Radler bei der Ankunft.

Tag 2 (145 km, 1100 HM): An Gotha, Erfurt und Weimar vorbei fuhren wir in das Tal der Ilm und schließlich im Saaletal nach Bad Kösen und an den Zielort Naumburg in Sachsen-Anhalt.

Tag 3 (130 km, 360 HM): Heute gab es einen Vorgeschmack auf die „Flachetappen“ in Richtung Norddeutschland. Nach kurzer Stadtbesichtigung von Naumburg fuhr die Gruppe im Saaletal nach Merseburg und weiter über die Landesgrenze zu Sachsen nach Delitzsch. Weiter ging es durch die Bitterfelder Seenplatte in das Tal der Mulde, welches durch verschiedene Hochwasserereignisse traurige Berühmtheit erlangte. Die Strecke lief von hier ab nach Norden und die Etappe endete in der Bauhausstadt Dessau.

Tag 4 (100 km, 350 HM): In Rosslau wurde die Elbe überquert und die Fahrt führte dann durch Brandenburg. Nach einer Rast am Wusterwitzer See erwischte die Gruppe die Vorboten eines Unwetters mit Starkregenfällen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter und für mehrere Stunden musste gegen Wind und Regen angekämpft werden. Total durchnässt erreichte die Gruppe am späten Nachmittag das Etappenziel Milow in Mecklenburg-Vorpommern.

Tag 5 (135 km, 340 HM): Durch die Flusstäler von Havel und Elbe führte uns die Route nach Rathenow. Nach einer Pause in Havelberg ging es über Perleberg und Grabow nach Ludwigslust. Trotz ungünstigster Wettervorhersage hatte der Himmel ein Einsehen und nach anfänglichem leichten Nieselregen konnte der größte Teil der Strecke im Trockenen zurück gelegt werden

Tag 6 (90 km, 390 HM): Am Sonntag wurde der Endspurt eingeleitet und die Teilnehmer fuhren von Ludwigslust bei Sonnenschein die letzte Etappe durch die beeindruckende Landeshauptstadt Schwerin, vorbei an den Schweriner Seen, bis zum endgültigen Zielort. Nach einem Ankunftsfoto auf dem Wismarer Marktplatz konnte die Gruppe den Tag mit einer Besichtigung der Schönheiten der Stadt und einem zünftigen Fischessen ausklingen lassen.

Um das ganze Unternehmen erschwinglich aber auch zu einem kleinen Abenteuerurlaub zu machen, wurden bis auf eine Ausnahme ganz bewusst Jugendherbergen als Übernachtungsstätten ausgewählt. Die Unterbringung in 6-Bett-, 4-Bett- oder 2-Bett-Zimmern hatte häufig wechselnde Schlafgemeinschaften zur Folge, wobei das tägliche „Betten bauen“, die gemeinsame Nutzung der Sanitäreinrichtungen sowie die in Gemeinschaft eingenommenen Mahlzeiten gegenseitige Rücksichtsnahme und Eigeninitiative erforderten und die sonst verbreitete All-Inclusive-Mentalität durch ein tolles Gemeinschaftsgefühl in den Hintergrund gedrängt wurde. Manche Kindergruppe rieb sich verdutzt die Augen, wenn sie die schon überwiegend ältere und in die bunten Radsporttrikots gekleidete „Grünberger Seniorengruppe“ zum Frühstück antreten sah.

Der Vorsitzende Friedhelm Görge dankte zum Abschluss den Organisatoren der Fahrt. Besonders zu erwähnen waren hierbei die RTF-Wartin Ulla Heckert, der Begleitfahrer Jochen Jäger und der schon von anderen Touren für seine akribische Vorarbeit bekannte GPS-Fachmann Dieter Maxeiner. Leicht erschöpft, aber zufrieden und mit einem Quäntchen Stolz blickten Alle auf die unfall- und pannenfreien 750 Kilometer zurück, bevor am nächsten Tag die Heimreise mit der Bahn angetreten wurde.

 
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