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RSC Grünberg besucht den Schinderhannes

Seit Jahren ist das erste August-Wochenende für unsere Rennradsportler fest im Terminkalender als "Sportwochenende" verankert.
In diesem Jahr wurde als Ziel das Nahetal, der Hunsrück und das nordpfälzer Bergland ausgewählt. Es galt also, sich auf eine gute Mischung
aus Flusstälern, Weinbergen und einsamen Mittelgebirgslandschaften einzustellen.

So traf sich am 03.08. eine stattliche Gruppe aus über zwanzig Rennradfahrern in Waldböckelheim bei Bad Kreuznach, um die folgenden
drei Tage bei gemeinsamer Sportausübung und geselligem Zusammensein zu genießen. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass sich
neben den Mitgliedern des RSC Grünberg auch wieder Radsportfreunde aus Schwäbisch Hall, Schleusingen und Frankfurt an der Fahrt beteiligten.

 Gruppe im Weingut Hehner-Kilz

Bei Planung und Vorbereitung war es hilfreich, dass Friedhelm Görge, viele Jahre in Bad Kreuznach wohnte und die Umgebung auch als Radsportler im Detail kannte.

So konnte die Gruppe am Freitag nach der Fahrt durch das Nahetal, vorbei am imposanten Rotenfels die sportlich anspruchsvollen Hügel
der Rheinhessischen Schweiz und der Nordpfalz erkunden und dort bei einer Streckenlänge von 75  Kilometern etliche Höhenmeter sammeln.

Am Samstag startete die Gruppe zu einer Ganztagestour von circa 110 Kilometern Länge durch die Weinberge an den Südhängen der Nahe,
hinauf in die Heimat des Schinderhannes, der im Soonwald und den südlichen Hügeln des Hunsrück sein Unwesen trieb. Die Route führte
vorbei an den Wüstungen der Orte Pferdsfeld, Eckweiler und Rehbach, die im kalten Krieg wegen des nahegelegenen Militärflugplatzes
eingeebnet wurden. Eine Ironie der Geschichte ist es, dass nur wenige Jahre nach Zerstörung der jahrhundertealten Dörfer der Flugplatz stillgelegt wurde.

Nach der Besichtigung des Denkmals für den vielbesungenen "Jäger aus Kurpfalz" am Forsthaus Entenpfuhl wurde an der Gräfenbacher Hütte eine
Mittagsrast eingelegt, bevor es in zwei Gruppen entweder rasant abwärts zurück in das Nahetal, oder für die sportlich engagierteren, auf dem Umweg
über die Hunsrückhöhen zum gemeinsamen Treffpunkt in Bad Kreuznach ging. Hier konnten sich die Teilnehmer bei einer kurzen Besichtigungstour einen
Eindruck von den Sehenswürdigkeiten dieser Kurstadt machen, bevor es nach der Fahrt durch Bad Münster am Stein noch einmal auf den letzten 25 Kilometern
einige giftige Steigungen durch die Weinberge nördlich der Nahe zu bewältigen galt. Insgesamt eine Tour, die sich sportlich herausfordernd und ausgesprochen
vielseitig zeigte und mit traumhaften Ausblicken immer wieder begeisterte.

Am Rotenfels

Als kleine Entschädigung genossen alle Radsportler am Abend im Weingut Hehner-Kilz, in dem die Gruppe auch untergebracht war,
ein mehrgängiges Menue mit einer Kostprobe der hervorragenden Weine des Anbaugebietes Nahe.

Der Sonntag wurde noch einmal eher touristisch genutzt. Die Abschluss-Tour über 55 Kilometer auf dem gut ausgebauten Nahe-Radweg durch
das Nahetal bis zur alten Lederstadt Kirn und zurück zum Ausgangsort beschloss ein tolles und informatives Radsportwochenende.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sie in diesen drei Tagen eine traumhafte, gut erreichbare und abwechslungsreiche Region kennen lernen konnten,
die Radsportlern viel bietet und auch in Zukunft eine Reiseziel sein kann. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen mit der Gruppe und verwöhnte
die Sportler mit Sonne und angenehmen Temperaturen. Die Radsportler verabschiedeten sich mit dem festen Vorsatz, in den nächsten Jahren
die gute Tradition der Sportwochenenden weiterzuführen und so Sport und Geselligkeit über die Vereinsgrenzen hinaus auf das Angenehmste zu verbinden.

 
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