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„Von Quellen und vom Quälen"
Radsportclub Grünberg besuchte das Rothaargebirge

Seit Jahren ist das erste August-Wochenende für die Rennradsportler des RSC Grünberg im Terminkalender fest als "Sportwochenende" verankert und in diesem Jahr wurde der mitten im Naturpark Rothaargebirge gelegenen Kurort Bad Berleburg als Ausgangspunkt für die anstehenden Touren gewählt .

So traf sich am 31. Juli dort eine Gruppe aus zwölf Rennradfahrern/innen, um die folgenden drei Tage gemeinsam radsportlich unterwegs zu sein. Erfreulich war die Tatsache, dass sich neben den Mitgliedern des RSC Grünberg auch zum wiederholten Male Radsportfreunde aus Thüringen und Frankfurt an den Unternehmungen beteiligten. Leider musste die Sportgemeinschaft im unmittelbaren Vorfeld einige Ausfälle verkraften, sodass sich die Teilnehmerzahl doch merklich verringerte.

Wie schon bei vielen vorausgegangenen Fahrten hatte Sportfreund Maxeiner die Streckenführung detailliert ausgearbeitet und konnte damit die Besitzer von Navigationsgeräten ebenfalls mit exaktem Datenmaterial versorgen. Für die übrige Organisation sorgte B. Reitz.

Nach Ankunft am Freitagmittag und der Begrüßung durch F. Görge, starteten die Radsportler bei hochsommerlichen Temperaturen ihre erste Tour, einem Rundkurs über Schmallenberg von ca. 56 km. Von Bad Berleburg in nördlicher Richtung ging es ständig bergauf bis auf 720 m Höhe.

Es folgte eine herrliche Panorama-Abfahrt nach Oberkirchen, dann weiter über Grafschaft (Kloster) nach Schmallenberg. Nach einer kleinen Pause wartete nach Fleckenberg wieder ein schweißtreibender Anstieg, der von 350 m auf 650 m Höhe nach Jagdhaus führte. Ab nun rollten die Teilnehmer 15 km gemütlich nur noch bergab ins Edertal nach Bad Berleburg.

 
 

Am Samstag hatten sich die Sportler die „Quellentour“ zum Ziel gesetzt – ein ständiges bergauf und bergab über 97 km. Sie führte in südlicher Richtung aus Bad Berleburg über kleine Ortschaften auf ca. 600 m zum Lahnkopf mit der Quelle der Lahn. Dann weiter über eine Hochebene vorbei an Sieg- und Eder-Quelle über die „Eisenstraße“ nach Hilchenbach. Weiter über Kirchhundem und Oberhundem wurde es nun schon fast alpin, denn es ging von 300 m über einige Serpentinen bis auf 680 m zum Rhein-Weser-Turm. Dort konnten die Teilnehmer bei einer wohlverdienten Pause wieder Kräfte sammeln, um danach die restlichen 22 km bergab rasant zum Ziel zu rollen.

Traditionell findet am Sonntagvormittag nur noch ein kürzeres „Ausrollen“ statt, das die Gruppe von Bad Berleburg nach Bad Laasphe führte, um dort die Größe der Eisbecher zu prüfen. Wie sich herausstellte, war der Eisdielenbesuch durchaus verdient, denn auf einer Distanz von nur 38 km kamen doch über 680 Höhenmeter zusammen.

Was es mit Quellen und quälen auf sich hatte, das wird, nach den drei abwechslungsreichen Tagen, nun wohl jedem Beteiligten klar geworden sein, denn bei den täglich anzutreffenden Steigungen von 15% und darüber, konnte jeder seine Leistungsgrenzen austesten.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass sie eine wunderschöne, gut erreichbare und abwechslungsreiche Landschaft kennenlernten, die Radsportlern viel bietet und auch in Zukunft ein Reiseziel sein kann. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen mit der Gruppe und bescherte den Sportlern ideale Temperaturen.

Die Radsportler verabschiedeten sich mit dem festen Vorsatz, in den nächsten Jahren die gute Tradition der Sportwochenenden weiterzuführen und so Sport und Geselligkeit über die Vereinsgrenzen hinaus auf das Angenehmste zu verbinden.

 
 
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