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Mit dem Rennrad am Rennsteig

RSC Grünberg zu Gast bei Freunden in Thüringen

Wie in jedem Jahr, so unternahm die Rennradabteilung des RSC Grünberg auch diesmal am ersten Wochenende im August eine Mehrtagesfahrt. Wie schon in 2009, erkundete die Gruppe den Thüringer Wald und das benachbarte Umland.

Die Grünberger Radsportler unterhalten seit vielen Jahren einen engen Kontakt zu Radsportlern aus Thüringen und diese waren mehrfach als Gast bei diesen Fahrten dabei. Als kleines Dankeschön hatten sich die Radsportfreunde aus Arnstadt bereit erklärt, diese Fahrt zu organisieren und so wurde dort auch Quartier bezogen. Der Reiz dieser Veranstaltung liegt darin, dass neben der gemeinsamen sportlichen Betätigung in der Gruppe auch der Blick auf die, für viele neuen, Landschaften und Sehenswürdigkeiten nicht zu kurz kommt.

Nach der Anreise am Freitagvormittag startete die Gruppe von Arnstadt aus zu einer Tour über ca. 65 Kilometer in Richtung Süden bis nach Gehren, um dann, dem Tal der Ilm folgend, bis zur Universitätsstadt Ilmenau am Fuße des Thüringer Waldes zu fahren. Ilmenau nennt sich auch Goethe-Stadt, weil Goethe als Bergbauminister von Weimar aus öfter dort tätig war. Von hier aus konnte man schon einen ersten Blick auf die Höhen des Thüringer Waldes mit dem, nicht zuletzt durch Goethe bekannt gewordenen, Ilmenauer Hausberg "Kickelhahn" werfen. Wer kennt nicht das angeblich dort entstandene "Über allen Gipfeln ist Ruh..". Von Ilmenau ging es weiter in Richtung Geraberg und dann ab Plaue im Tal der Gera zurück nach Arnstadt

Am Samstag war der Rennsteig das Ziel der Gruppe. Über das idyllische Jonastal führte die Route ständig ansteigend nach Crawinkel und von dort über weitere 450 Höhenmeter über Oberhof bis zum höchsten Punkt der Strecke auf 945 Meter bei Schmücke, der am höchsten gelegenen Ansiedlung am Rennsteig. Von dort ging es in rasanter Abfahrt bis nach Stadtilm mit seinem markanten Eisenbahnviadukt über das Tal der Ilm. Bis zum Ausgangsort Arnstadt waren dann nur noch 15 Kilometer zu bewältigen. Die gesamte Streckenlänge an diesem Tag betrug 102 Kilometer und dabei wurden knapp 1.200 Höhenmeter bewältigt.

 Vor dem Hotel in Arnstadt

Am gleichen Abend nutzen die Thüringer Freunde noch die Zeit für eine interessante Stadtführung durch Arnstadt. Besonders die Innenstadt mit der Altstadt, dem historischen Marktplatz und der nahen Bachkirche sind sehenswert. Auf dem Markplatz zeigt ein ungewöhnliches Denkmal den dort lässig an einem Meilenstein lümmelnden Johann Sebastian Bach, der 1703 als 18-jähriger nach Arnstadt kam und dort für 4 Jahre als Kirchenorganist tätig war. Bei einem gemeinsamen Abendessen klang der Tag gemütlich aus.

Als entspannte Ausklangtour angelegt, fuhr die Gruppe am Sonntag bei wiederum bestem Wetter eine 50 Kilometer lange Runde um die "Drei Gleichen", einer Gruppe von drei Burgen, von denen sich zwei, die Burg Gleichen und die Mühlburg als gut erhaltene Ruinen zeigen. Lediglich die Wachsenburg ist noch bewohnt und wird als Hotel genutzt. Nach einer Pause im kuriosen Bratwurstmuseum von Holzhausen führte der Weg wieder zurück nach Arnstadt.

Vor der Abreise der Grünberger Radsportler wurde der Wunsch nach einem Wiedersehen bei der Tour im August 2018 bekräftigt. Mögliche Ziele kamen ebenfalls zur Sprache. Nach einem erlebnisreichen und aktiven Wochenende gebührt der Dank den Radsportlern aus Arnstadt und Umgebung, die in vorbildlicher Weise den Aufenthalt vorbereitet haben. Hier ist besonders Rita Schaerf zu nennen. Es bleibt zu wünschen, dass die Begeisterung der Teilnehmer auch auf andere Radsportler ausstrahlt und im nächsten Jahr noch mehr Teilnehmer begrüßt werden können.

 
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